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Radialventilator für die Kali-Industrie – 39.000 m³/h bei 5.200 Pa, 90 kW IE4 über Zwischenwelle und Kupplung

29 September, 2026

Salz, Druck, Sensorik? Können wir.


In der Kali-Industrie ist Salz allgegenwärtig – und Salz ist der natürliche Gegner von Stahl. Für die Abluftreinigung seiner Anlage brauchte ein Kunde der ZENNER Ventilatoren Werke GmbH einen zuverlässigen und leistungsstarken Ventilator und kam auch für dieses Projekt mit seinen Vorgaben zu uns. Herausgekommen ist ein kupplungsgetriebener Radialventilator, der auf genau diesen Betriebspunkt ausgelegt ist.

Die Aufgabe in Zahlen: Bei einer Mediumtemperatur von 60 °C fördert das 1.250 mm große Laufrad einen Volumenstrom von 39.000 m³/h gegen eine Totaldruckdifferenz von 5.200 Pa. Das ist für eine Abluftanlage ein hoher Wert – jede Reinigungsstufe und jeder Meter Rohrleitung kosten Druck, und der Ventilator muss diesen Verlust dauerhaft ausgleichen.

Angetrieben wird das Laufrad von einem vierpoligen IE4-Motor mit 90 kW – nicht direkt, sondern über Zwischenwelle und Kupplung. Bei dieser kupplungsgetriebenen Bauart sitzt der Motor auf einem eigenen Sockel außerhalb des Luftstroms; die Zwischenwelle mit ihren Lagern nimmt die Kräfte des Laufrads auf, der Motor bleibt frei von Medium und Wärme. Für hohe Antriebsleistungen und große Laufraddurchmesser ist das die Bauart der Wahl.

An der Zwischenwelle wurden auf Kundenvorgabe ein Drehzahlsensor und zwei Lagertemperatursensoren angebaut. Drehzahl und Lagertemperatur sind die Größen, an denen sich ein Ventilator im Betrieb am frühesten verrät: Steigt die Lagertemperatur, stimmt etwas mit Schmierung, Belastung oder Ausrichtung nicht – lange bevor man es hört. So lässt sich der Ventilator in die Zustandsüberwachung der Anlage einbinden.

Das Gehäuse erhielt eine Inspektionsöffnung und einen Kondensatstutzen. Der Stutzen ist für den Fall gedacht, dass Feuchtigkeit aus der warmen Abluft an den Gehäusewänden kondensiert – und wo Salz im Spiel ist, soll nichts im Gehäuse stehen bleiben. Die Inspektionsöffnung erlaubt den Blick aufs Laufrad, ohne den Ventilator aus der Rohrleitung zu nehmen.

Für die Einbindung in die Anlage sorgt die Ausstattung:

  • Zwischenwelle mit Kupplung, Motor auf eigenem Sockel
  • Drehzahlsensor und zwei Lagertemperatursensoren an der Zwischenwelle
  • Inspektionsöffnung und Kondensatstutzen am Gehäuse
  • Kompensatoren auf der Saug- und Druckseite
  • Schwingungsdämpfer zur Entkopplung vom Fundament
  • separater Kulissenschalldämpfer auf der Druckseite, 1.500 × 1.500 mm, 1.250 mm hoch

Mit allem Zubehör misst die Ventilatoreneinheit 2.300 mm in der Breite, 2.300 mm in der Höhe und 2.800 mm in der Länge und wiegt 2.600 kg. Der Kulissenschalldämpfer kommt separat dazu und nimmt der Druckseite den Schall, den 90 kW nun einmal erzeugen.

Alle lackierbaren Teile tragen eine C5-Lackierung der Schutzdauer „hoch" in RAL 5015 (Himmelblau). C5 ist die höchste Korrosivitätskategorie nach ISO 12944 – vorgesehen für Salznebel, Chemikalien und dauerhaft hohe Luftfeuchte. Genau die Umgebung, in der ein Ventilator in der Kali-Industrie sein Arbeitsleben verbringt.

Himmelblau sieht freundlich aus. Darunter steckt der härteste Korrosionsschutz, den die Norm kennt – Leistung für die verschiedensten Kunden, made in Olbernhau.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass Ventilator nicht gleich Ventilator ist.

ZENNER Ventilatoren – Langlebig. Wartungsarm. Qualität seit 1947.
Made im Erzgebirge. Made in Germany.


Wann ist dieser Radialventilator die richtige Wahl?

Diese Ausführung ist geeignet, wenn:

  • eine Abluftreinigung hohe Druckverluste hat – hier 5.200 Pa bei 39.000 m³/h
  • die Umgebung stark korrosiv ist, etwa durch Salz, Chemikalien oder dauerhaft hohe Luftfeuchte (Korrosivitätskategorie C5)
  • hohe Antriebsleistungen und große Laufräder gefragt sind und der Motor außerhalb des Luftstroms sitzen soll (Kupplungsantrieb)
  • der Betreiber Drehzahl und Lagertemperatur überwachen und den Ventilator in seine Leittechnik einbinden will
  • Kondensat im Gehäuse anfallen kann und abgeführt werden muss
  • die Schallemission auf der Druckseite begrenzt werden muss

Nicht geeignet ist diese Ausführung, wenn:

  • nur kleine Volumenströme oder geringe Drücke gebraucht werden – dann ist ein kompakter, direktgetriebener Ventilator die wirtschaftlichere Wahl
  • Bauraum oder Gewicht eng begrenzt sind – die Einheit misst 2,3 × 2,3 × 2,8 m und wiegt 2,6 t
  • im Ventilator eine ATEX-Zone gilt – dafür braucht es eine explosionsgeschützte Ausführung
  • Medientemperaturen weit über 60 °C auftreten, wie sie ein Heißgasventilator abdeckt
  • stark abrasive Feststoffe gefördert werden, die eine verschleißgeschützte Ausführung verlangen
Technische Einordnung
  • Anwendung: Abluftreinigung in der Kali-Industrie
  • Mediumtemperatur: 60 °C
  • Bauform: Radialventilator, kupplungsgetrieben (Zwischenwelle und Kupplung)
  • Volumenstrom: 39.000 m³/h
  • Totaldruckdifferenz: 5.200 Pa
  • Laufrad: 1.250 mm, auf den Betriebspunkt ausgelegt
  • Antrieb: vierpoliger IE4-Motor, 90 kW
  • Sensorik: Drehzahlsensor und zwei Lagertemperatursensoren an der Zwischenwelle
  • Gehäuse: Inspektionsöffnung, Kondensatstutzen
  • Zubehör: Kompensatoren saug- und druckseitig, Schwingungsdämpfer
  • Schalldämpfer: Kulissenschalldämpfer druckseitig, 1.500 × 1.500 mm, Höhe 1.250 mm, separat
  • Korrosionsschutz: C5-Lackierung, Schutzdauer hoch, RAL 5015 Himmelblau
  • Maße: 2.300 mm (B) × 2.300 mm (H) × 2.800 mm (L), Gewicht 2.600 kg
  • Fertigung: Auftragsfertigung im Erzgebirge
Frank Rößner Portraitfoto
Vertrieb Nord-West
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